Sicherheitskonzept für die Arbeit mit Kindern
Science Pool – Wissenschaft sicher vermitteln
Rechtsgrundlagen
Das Sicherheits- und Kinderschutzkonzept orientiert sich insbesondere an:
• ABGB (§ 1295 ff – Schadenersatzrecht / Aufsichtspflicht)
• Kinder- und Jugendhilfegesetze der Bundesländer
• Strafgesetzbuch (StGB) – Schutz Minderjähriger
• DSGVO & DSG
• ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG)
• AUVA-Richtlinien und Präventionsstandards
• OIB-Richtlinien / Brandschutzvorgaben
• Schulveranstaltungsgesetz (bei Kooperationen)
Aufsichtspflicht
Science Pool erfüllt seine Aufsichtspflicht durch:
• altersangemessene Betreuungsschlüssel
• aktive Beaufsichtigung
• Gefahrenprävention
• dokumentierte Sicherheitsunterweisung
AUVA-Beratung
Science Pool wird in folgenden Bereichen durch die AUVA beraten:
• Materialeinsatz (z. B. Werkstoffe, Experimentiergeräte)
• Sicherheitskonforme Raum- und Bewegungsplanung
• Choreografie von Gruppenabläufen
• Gefährdungsbeurteilungen
• Schulung und Weiterbildung des Personals
• Präventionskonzepte
Die Empfehlungen der AUVA fließen verbindlich in interne Standards ein.
Abbruchkonzept
Ein Abbruch erfolgt bei:
• unmittelbarer Gefährdung von Leib und Leben
• strukturellen Sicherheitsmängeln
• Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
• Nichteinhaltung sicherheitsrelevanter Rahmenbedingungen
Vorgehen:
1. Sicherung der Teilnehmenden
2. Dokumentation
3. Information Projektleitung
4. Elterninformation
5. ggf. Behördenmeldung
1. Grundsatz
Die Sicherheit, Würde und das Wohlbefinden der teilnehmenden Kinder haben oberste Priorität. Science Pool verpflichtet sich zu einem ganzheitlichen Sicherheitsverständnis, das umfasst:
• Physische Sicherheit
• Psychische und emotionale Sicherheit
• Prävention von Grenzverletzungen und Gewalt
• Kinderschutz und Meldeprozesse
• Organisatorische und infrastrukturelle Sicherheit
• Digitale Sicherheit
Das Sicherheitskonzept gilt für alle Programme, Workshops, Ferienangebote, Schulkooperationen und Veranstaltungen.
2. Personelle Sicherheit
2.1 Auswahl und Qualifikation
• Vorlage eines aktuellen Strafregisterauszugs (Kinder- und Jugendfürsorge) vor Tätigkeitsbeginn
• Fachlich qualifiziertes Personal (pädagogisch oder fachlich einschlägig)
• Verpflichtende Einschulung in:
- Kinderschutz
- Aufsichtspflicht
- Erste Hilfe
- Notfallmanagement
2.2 Verhaltenskodex
Alle Mitarbeitenden verpflichten sich zu einem verbindlichen Code of Conduct, der u.a. regelt:
• Respektvolle, wertschätzende Kommunikation
• Keine Diskriminierung oder Bloßstellung
• Klare Nähe-Distanz-Regelung
• Kein Alleinsein in geschlossenen Räumen ohne Transparenz
• Keine privaten Kontakte außerhalb des Programms
• Transparente Kommunikation gegenüber Eltern/Erziehungsberechtigten
3. Aufsichtspflicht und Betreuungsschlüssel
• Angemessener Betreuungsschlüssel (abhängig vom Alter und Setting)
- Richtwert: 1:8 bis 1:12 bei Workshops
• Klare Verantwortungszuordnung im Team
• Dokumentierte Anwesenheitslisten
• Geregelte Bring- und Abholsituation
4. Räumliche und physische Sicherheit
4.1 Standortprüfung
• Sicherheitscheck der Räumlichkeiten vor Veranstaltungsbeginn
• Gefahrenquellen werden identifiziert und minimiert
• Notausgänge frei zugänglich
• Brandschutzvorgaben eingehalten
4.2 Material- und Gerätesicherheit
• Nur altersadäquate Materialien
• Sicherheitsunterweisung bei Experimenten
• Schutzbrillen / Handschuhe bei Bedarf
• Keine Experimente mit erhöhtem Gefährdungspotenzial
4.3 Exkursionen
• Vorab-Risikoanalyse
• Notfallkontaktliste
• Klare Sammelpunkte
• Erhöhte Betreuung bei Ortswechsel
5. Psychische und emotionale Sicherheit
Science Pool fördert ein Lernumfeld, das:
• Fehlerfreundlich ist
• Leistungsdruck vermeidet
• Selbstwirksamkeit stärkt
• Vielfalt wertschätzt
• Geschlechtersensibel und inklusiv arbeitet
Grenzüberschreitungen oder Mobbing werden sofort thematisiert
und unterbunden.
6. Kinderschutz & Prävention von Gewalt
6.1 Null-Toleranz-Politik
Science Pool verfolgt eine klare Haltung gegen:
• Physische Gewalt
• Psychische Gewalt
• Sexuelle Übergriffe
• Diskriminierung
• Cybermobbing
6.2 Melde- und Interventionsprozess
Bei Verdachtsfällen:
1. Dokumentation des Vorfalls
2. Information der Projektleitung
3. Einschätzung nach Vier-Augen-Prinzip
4. Gegebenenfalls Einbindung externer Fachstellen
5. Information der Erziehungsberechtigten (wenn nicht kontraindiziert)
Alle Mitarbeitenden kennen die internen Meldewege.
Das ausführliche Kinderschutzkonzept des Science Pools wird von allen Mitarbeitenden des Science Pools unterschrieben und steht auf der Website des Science Pools zur Einsicht zur Verfügung.
7. Notfallmanagement
7.1 Medizinische Notfälle
• Mindestens eine ersthilfeausgebildete Person pro Setting
• Erste-Hilfe-Set vor Ort
• Notrufnummern sichtbar
• Erfassung von Allergien/medizinischen Besonderheiten vorab
7.2 Evakuierung
• Klare Sammelpunkte
• Zuständigkeiten festgelegt
• Anwesenheitskontrolle bei Evakuierung
8. Datenschutz & Digitale Sicherheit
• DSGVO-konforme Datenerhebung
• Einverständniserklärung für Foto-/Videoaufnahmen
• Keine Veröffentlichung ohne Zustimmung
• Keine Weitergabe personenbezogener Daten
• Sensibler Umgang mit digitalen Tools
9. Dokumentation und Qualitätssicherung
• Sicherheitsunterweisung dokumentiert
• Vorfälle werden anonymisiert ausgewertet
• Regelmäßige interne Reflexion
• Aktualisierung des Konzepts mindestens 1x jährlich
10. Kommunikation mit Eltern und Partnern
• Transparente Information über Inhalte und Sicherheitsmaßnahmen
• Notfallkontakt jederzeit erreichbar
• Klare Informationsblätter bei Ferienprogrammen
• Offenlegung des Sicherheitskonzepts auf Anfrage
11. Sicherheitskonzept für Experimentierformate
Da Science Pool MINT-orientiert arbeitet, ist hier besondere Präzision wichtig.
11.1 Grundprinzipien
• Keine Hochrisikoexperimente
• Kein offenes Feuer ohne Sonderregelung
• Keine gefährlichen Chemikalien
• Kein Druckaufbau-Experiment ohne Schutzmaßnahmen
11.2 Sicherheitsstufen bei Experimenten
Stufe 1 – Demonstration durch Leitung (z. B. chemische Reaktion mit erhöhter Reaktionsenergie)
Stufe 2 – Begleitetes Arbeiten in Kleingruppen (z.B. Stromkreise, kleine mechanische Konstruktionen)
Stufe 3 – Selbstständiges Arbeiten unter Aufsicht
11.3 Verbindliche Maßnahmen
• Sicherheitsunterweisung vor Beginn
• Schutzbrillen bei Spritzgefahr
• Haare zusammengebunden
• Keine Lebensmittel im Experimentierraum
• Sofortiges Stoppen bei unsachgemäßer Nutzung
11.4 Strom & Technik
• Nur Niederspannung
• Keine offenen Kabel
• Geräteprüfung vor Einsatz
• Kein Betrieb ohne Aufsicht
12 Sicherheitskonzept für externe Veranstaltungsorte
Bei Schulkooperationen, Unternehmen, Ferienstandorten etc.
12.1 Vorab-Prüfung
• Raumbegehung (oder standardisierte Abfrage)
• Klärung:
12.2 Vertragliche Klarstellung
• Verantwortlichkeiten schriftlich geregelt
• Hausordnung anerkannt
• Haftungsabgrenzung geklärt
12.3 Anpassung des Betreuungsschlüssels
• Erhöhung bei:
• Publikumsverkehr
• Baustellen
• Offene Treppen
• Straßenverkehr
→ Risikoeinschätzung vor Beginn dokumentieren
13 Sicherheitskonzept speziell für Ferienprogramme
Ferienprogramme erfordern erweiterte Sicherheitsmaßnahmen:
13.1. Erhöhter Betreuungsbedarf
• Erhöhter Betreuungsschlüssel
• Tägliche Anwesenheitskontrolle
• Klare Übergaberegelung
13.2. Ganztägige Betreuung
• Pausenstruktur
• Rückzugsräume
• Trink- und Essenssicherheit
• Hitzeschutzkonzept
13.3. Exkursionen & Ortswechsel
• Risikoanalyse vorab
• Notfallmappe mit:
• Gruppenkennzeichnung
13.4. Wetter- und Umweltfaktoren
• UV-Schutz
• Hydration
• Alternativprogramm bei Extremwetter
• Sicherheitsbriefing vor Outdoor-Aktivitäten
13.5. Abbruch Ferienprogramm
Ein Programmtag wird abgebrochen bei:
• Unwetterwarnung
• infrastruktureller Gefährdung
• massiver personeller Unterbesetzung
• Sicherheitsverstoß durch Kooperationspartner
Eltern werden umgehend informiert.
Anhang:
Interne Maßnahmen
Ampelsystem für Gefährdungsstufen
Ziel: Früherkennung von Risiken, klare Reaktionsketten, transparente Verantwortlichkeiten.
Ampelsystem für Gefährdungsstufen
GRÜN – Niedrige Gefährdung
Beispiele:
• Kleinere Unruhe in Gruppe
• Leichte Regelüberschreitungen
• Geringe räumliche Unübersichtlichkeit
• Kleine organisatorische Unklarheiten
Maßnahmen:
• Pädagogische Intervention
• Klare Regelkommunikation
• Dokumentation im Tagesprotokoll (bei Bedarf)
Verantwortlich: Workshopleitung
Eskalation: Keine erforderlich
GELB – Mittlere Gefährdung
Beispiele:
• Wiederholte Grenzverletzungen
• Konflikte zwischen Teilnehmenden
• Verletzungsrisiko durch unsachgemäßen Umgang mit Materialien
• Kind zeigt deutliche emotionale Belastung
• Räumliche Sicherheitsmängel
Maßnahmen:
• Sofortige Unterbrechung der Situation
• Gespräch mit Beteiligten
• Information an
Projektleitung
• Kurzdokumentation
• Anpassung der Gruppensituation
Verantwortlich: Workshopleitung + Projektleitung
Eskalation: ggf. Elterninformation
ROT – Hohe Gefährdung
Beispiele:
• Unfall mit Verletzung
• Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
• Gewaltvorfall
• Massive Sicherheitsmängel
• Brand-/Evakuierungssituation
Maßnahmen:
1. Sofortige Sicherung der Situation
2. Erste Hilfe / Notruf
3. Information Projektleitung
4. Dokumentation (Vorfallsmeldung)
5. Information an Erziehungsberechtigte
6. ggf. externe Stellen
Verantwortlich: gesamte Aufsichtskette
Eskalation: verpflichtend
Workshop-Checklisten
A) Vor dem Workshop
Organisation
☐ Teilnehmerliste vollständig
☐ Notfallkontakte vorhanden
☐ Allergien/medizinische Hinweise geprüft
☐ Einverständniserklärungen vorliegend
Raum
☐ Fluchtwege frei
☐ Erste-Hilfe-Set vorhanden
☐ Feuerlöscher zugänglich
☐ Gefahrenquellen beseitigt
Material
☐ Altersadäquate Materialien
☐ Keine defekten Geräte
☐ Schutzmaterial vorhanden
☐ Experimentieranleitung sicherheitsgeprüft
B) Während des Workshops
☐ Sicherheitsunterweisung durchgeführt
☐ Gruppenregeln kommuniziert
☐ Aufsicht klar geregelt
☐ Keine unbeaufsichtigten Räume
☐ Dokumentation bei Auffälligkeiten
C) Nach dem Workshop
☐ Vollständige Anwesenheitskontrolle
☐ Raumkontrolle
☐ Materialien gesichert
☐ Kurze Sicherheitsreflexion im Team
Formular für Vorfallsmeldung
Science Pool – Interne Vorfallsmeldung
1. Allgemeine Angaben
• Datum:
• Uhrzeit:
• Ort:
• Veranstaltung:
• Meldende Person:
2. Beteiligte Personen
• Name(n) der Kinder:
• Mitarbeitende:
• Weitere Beteiligte:
3. Beschreibung des Vorfalls
(Sachliche, chronologische Darstellung – keine Interpretation)
4. Gefährdungsstufe
6. Weitere Schritte
• Eltern informiert
• Projektleitung informiert
• Externe Stelle informiert
7. Nachbearbeitung
• Gespräch geführt am:
• Präventionsmaßnahme:
Unterschrift Workshopleitung:
Unterschrift Projektleitung:
Rechtsgrundlagen
Das Sicherheits- und Kinderschutzkonzept orientiert sich insbesondere an:
• ABGB (§ 1295 ff – Schadenersatzrecht / Aufsichtspflicht)
• Kinder- und Jugendhilfegesetze der Bundesländer
• Strafgesetzbuch (StGB) – Schutz Minderjähriger
• DSGVO & DSG
• ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG)
• AUVA-Richtlinien und Präventionsstandards
• OIB-Richtlinien / Brandschutzvorgaben
• Schulveranstaltungsgesetz (bei Kooperationen)
Aufsichtspflicht
Science Pool erfüllt seine Aufsichtspflicht durch:
• altersangemessene Betreuungsschlüssel
• aktive Beaufsichtigung
• Gefahrenprävention
• dokumentierte Sicherheitsunterweisung
AUVA-Beratung
Science Pool wird in folgenden Bereichen durch die AUVA beraten:
• Materialeinsatz (z. B. Werkstoffe, Experimentiergeräte)
• Sicherheitskonforme Raum- und Bewegungsplanung
• Choreografie von Gruppenabläufen
• Gefährdungsbeurteilungen
• Schulung und Weiterbildung des Personals
• Präventionskonzepte
Die Empfehlungen der AUVA fließen verbindlich in interne Standards ein.
Abbruchkonzept
Ein Abbruch erfolgt bei:
• unmittelbarer Gefährdung von Leib und Leben
• strukturellen Sicherheitsmängeln
• Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
• Nichteinhaltung sicherheitsrelevanter Rahmenbedingungen
Vorgehen:
1. Sicherung der Teilnehmenden
2. Dokumentation
3. Information Projektleitung
4. Elterninformation
5. ggf. Behördenmeldung
1. Grundsatz
Die Sicherheit, Würde und das Wohlbefinden der teilnehmenden Kinder haben oberste Priorität. Science Pool verpflichtet sich zu einem ganzheitlichen Sicherheitsverständnis, das umfasst:
• Physische Sicherheit
• Psychische und emotionale Sicherheit
• Prävention von Grenzverletzungen und Gewalt
• Kinderschutz und Meldeprozesse
• Organisatorische und infrastrukturelle Sicherheit
• Digitale Sicherheit
Das Sicherheitskonzept gilt für alle Programme, Workshops, Ferienangebote, Schulkooperationen und Veranstaltungen.
2. Personelle Sicherheit
2.1 Auswahl und Qualifikation
• Vorlage eines aktuellen Strafregisterauszugs (Kinder- und Jugendfürsorge) vor Tätigkeitsbeginn
• Fachlich qualifiziertes Personal (pädagogisch oder fachlich einschlägig)
• Verpflichtende Einschulung in:
- Kinderschutz
- Aufsichtspflicht
- Erste Hilfe
- Notfallmanagement
2.2 Verhaltenskodex
Alle Mitarbeitenden verpflichten sich zu einem verbindlichen Code of Conduct, der u.a. regelt:
• Respektvolle, wertschätzende Kommunikation
• Keine Diskriminierung oder Bloßstellung
• Klare Nähe-Distanz-Regelung
• Kein Alleinsein in geschlossenen Räumen ohne Transparenz
• Keine privaten Kontakte außerhalb des Programms
• Transparente Kommunikation gegenüber Eltern/Erziehungsberechtigten
3. Aufsichtspflicht und Betreuungsschlüssel
• Angemessener Betreuungsschlüssel (abhängig vom Alter und Setting)
- Richtwert: 1:8 bis 1:12 bei Workshops
• Klare Verantwortungszuordnung im Team
• Dokumentierte Anwesenheitslisten
• Geregelte Bring- und Abholsituation
4. Räumliche und physische Sicherheit
4.1 Standortprüfung
• Sicherheitscheck der Räumlichkeiten vor Veranstaltungsbeginn
• Gefahrenquellen werden identifiziert und minimiert
• Notausgänge frei zugänglich
• Brandschutzvorgaben eingehalten
4.2 Material- und Gerätesicherheit
• Nur altersadäquate Materialien
• Sicherheitsunterweisung bei Experimenten
• Schutzbrillen / Handschuhe bei Bedarf
• Keine Experimente mit erhöhtem Gefährdungspotenzial
4.3 Exkursionen
• Vorab-Risikoanalyse
• Notfallkontaktliste
• Klare Sammelpunkte
• Erhöhte Betreuung bei Ortswechsel
5. Psychische und emotionale Sicherheit
Science Pool fördert ein Lernumfeld, das:
• Fehlerfreundlich ist
• Leistungsdruck vermeidet
• Selbstwirksamkeit stärkt
• Vielfalt wertschätzt
• Geschlechtersensibel und inklusiv arbeitet
Grenzüberschreitungen oder Mobbing werden sofort thematisiert
und unterbunden.
6. Kinderschutz & Prävention von Gewalt
6.1 Null-Toleranz-Politik
Science Pool verfolgt eine klare Haltung gegen:
• Physische Gewalt
• Psychische Gewalt
• Sexuelle Übergriffe
• Diskriminierung
• Cybermobbing
6.2 Melde- und Interventionsprozess
Bei Verdachtsfällen:
1. Dokumentation des Vorfalls
2. Information der Projektleitung
3. Einschätzung nach Vier-Augen-Prinzip
4. Gegebenenfalls Einbindung externer Fachstellen
5. Information der Erziehungsberechtigten (wenn nicht kontraindiziert)
Alle Mitarbeitenden kennen die internen Meldewege.
Das ausführliche Kinderschutzkonzept des Science Pools wird von allen Mitarbeitenden des Science Pools unterschrieben und steht auf der Website des Science Pools zur Einsicht zur Verfügung.
7. Notfallmanagement
7.1 Medizinische Notfälle
• Mindestens eine ersthilfeausgebildete Person pro Setting
• Erste-Hilfe-Set vor Ort
• Notrufnummern sichtbar
• Erfassung von Allergien/medizinischen Besonderheiten vorab
7.2 Evakuierung
• Klare Sammelpunkte
• Zuständigkeiten festgelegt
• Anwesenheitskontrolle bei Evakuierung
8. Datenschutz & Digitale Sicherheit
• DSGVO-konforme Datenerhebung
• Einverständniserklärung für Foto-/Videoaufnahmen
• Keine Veröffentlichung ohne Zustimmung
• Keine Weitergabe personenbezogener Daten
• Sensibler Umgang mit digitalen Tools
9. Dokumentation und Qualitätssicherung
• Sicherheitsunterweisung dokumentiert
• Vorfälle werden anonymisiert ausgewertet
• Regelmäßige interne Reflexion
• Aktualisierung des Konzepts mindestens 1x jährlich
10. Kommunikation mit Eltern und Partnern
• Transparente Information über Inhalte und Sicherheitsmaßnahmen
• Notfallkontakt jederzeit erreichbar
• Klare Informationsblätter bei Ferienprogrammen
• Offenlegung des Sicherheitskonzepts auf Anfrage
11. Sicherheitskonzept für Experimentierformate
Da Science Pool MINT-orientiert arbeitet, ist hier besondere Präzision wichtig.
11.1 Grundprinzipien
• Keine Hochrisikoexperimente
• Kein offenes Feuer ohne Sonderregelung
• Keine gefährlichen Chemikalien
• Kein Druckaufbau-Experiment ohne Schutzmaßnahmen
11.2 Sicherheitsstufen bei Experimenten
Stufe 1 – Demonstration durch Leitung (z. B. chemische Reaktion mit erhöhter Reaktionsenergie)
Stufe 2 – Begleitetes Arbeiten in Kleingruppen (z.B. Stromkreise, kleine mechanische Konstruktionen)
Stufe 3 – Selbstständiges Arbeiten unter Aufsicht
11.3 Verbindliche Maßnahmen
• Sicherheitsunterweisung vor Beginn
• Schutzbrillen bei Spritzgefahr
• Haare zusammengebunden
• Keine Lebensmittel im Experimentierraum
• Sofortiges Stoppen bei unsachgemäßer Nutzung
11.4 Strom & Technik
• Nur Niederspannung
• Keine offenen Kabel
• Geräteprüfung vor Einsatz
• Kein Betrieb ohne Aufsicht
12 Sicherheitskonzept für externe Veranstaltungsorte
Bei Schulkooperationen, Unternehmen, Ferienstandorten etc.
12.1 Vorab-Prüfung
• Raumbegehung (oder standardisierte Abfrage)
• Klärung:
- Fluchtwege
- Sammelpunkt
- Erste-Hilfe-Infrastruktur
- Brandschutz
- Ansprechpartner vor Ort
12.2 Vertragliche Klarstellung
• Verantwortlichkeiten schriftlich geregelt
• Hausordnung anerkannt
• Haftungsabgrenzung geklärt
12.3 Anpassung des Betreuungsschlüssels
• Erhöhung bei:
- Unbekannten Räumen
- Größerem Gelände
- Öffentlichen Orten
• Publikumsverkehr
• Baustellen
• Offene Treppen
• Straßenverkehr
→ Risikoeinschätzung vor Beginn dokumentieren
13 Sicherheitskonzept speziell für Ferienprogramme
Ferienprogramme erfordern erweiterte Sicherheitsmaßnahmen:
13.1. Erhöhter Betreuungsbedarf
• Erhöhter Betreuungsschlüssel
• Tägliche Anwesenheitskontrolle
• Klare Übergaberegelung
13.2. Ganztägige Betreuung
• Pausenstruktur
• Rückzugsräume
• Trink- und Essenssicherheit
• Hitzeschutzkonzept
13.3. Exkursionen & Ortswechsel
• Risikoanalyse vorab
• Notfallmappe mit:
- Kontakten
- Allergieliste
- Versicherungsdaten
• Gruppenkennzeichnung
13.4. Wetter- und Umweltfaktoren
• UV-Schutz
• Hydration
• Alternativprogramm bei Extremwetter
• Sicherheitsbriefing vor Outdoor-Aktivitäten
13.5. Abbruch Ferienprogramm
Ein Programmtag wird abgebrochen bei:
• Unwetterwarnung
• infrastruktureller Gefährdung
• massiver personeller Unterbesetzung
• Sicherheitsverstoß durch Kooperationspartner
Eltern werden umgehend informiert.
Anhang:
Interne Maßnahmen
Ampelsystem für Gefährdungsstufen
Ziel: Früherkennung von Risiken, klare Reaktionsketten, transparente Verantwortlichkeiten.
Ampelsystem für Gefährdungsstufen
GRÜN – Niedrige Gefährdung
Beispiele:
• Kleinere Unruhe in Gruppe
• Leichte Regelüberschreitungen
• Geringe räumliche Unübersichtlichkeit
• Kleine organisatorische Unklarheiten
Maßnahmen:
• Pädagogische Intervention
• Klare Regelkommunikation
• Dokumentation im Tagesprotokoll (bei Bedarf)
Verantwortlich: Workshopleitung
Eskalation: Keine erforderlich
GELB – Mittlere Gefährdung
Beispiele:
• Wiederholte Grenzverletzungen
• Konflikte zwischen Teilnehmenden
• Verletzungsrisiko durch unsachgemäßen Umgang mit Materialien
• Kind zeigt deutliche emotionale Belastung
• Räumliche Sicherheitsmängel
Maßnahmen:
• Sofortige Unterbrechung der Situation
• Gespräch mit Beteiligten
• Information an
Projektleitung
• Kurzdokumentation
• Anpassung der Gruppensituation
Verantwortlich: Workshopleitung + Projektleitung
Eskalation: ggf. Elterninformation
ROT – Hohe Gefährdung
Beispiele:
• Unfall mit Verletzung
• Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
• Gewaltvorfall
• Massive Sicherheitsmängel
• Brand-/Evakuierungssituation
Maßnahmen:
1. Sofortige Sicherung der Situation
2. Erste Hilfe / Notruf
3. Information Projektleitung
4. Dokumentation (Vorfallsmeldung)
5. Information an Erziehungsberechtigte
6. ggf. externe Stellen
Verantwortlich: gesamte Aufsichtskette
Eskalation: verpflichtend
Workshop-Checklisten
A) Vor dem Workshop
Organisation
☐ Teilnehmerliste vollständig
☐ Notfallkontakte vorhanden
☐ Allergien/medizinische Hinweise geprüft
☐ Einverständniserklärungen vorliegend
Raum
☐ Fluchtwege frei
☐ Erste-Hilfe-Set vorhanden
☐ Feuerlöscher zugänglich
☐ Gefahrenquellen beseitigt
Material
☐ Altersadäquate Materialien
☐ Keine defekten Geräte
☐ Schutzmaterial vorhanden
☐ Experimentieranleitung sicherheitsgeprüft
B) Während des Workshops
☐ Sicherheitsunterweisung durchgeführt
☐ Gruppenregeln kommuniziert
☐ Aufsicht klar geregelt
☐ Keine unbeaufsichtigten Räume
☐ Dokumentation bei Auffälligkeiten
C) Nach dem Workshop
☐ Vollständige Anwesenheitskontrolle
☐ Raumkontrolle
☐ Materialien gesichert
☐ Kurze Sicherheitsreflexion im Team
Formular für Vorfallsmeldung
Science Pool – Interne Vorfallsmeldung
1. Allgemeine Angaben
• Datum:
• Uhrzeit:
• Ort:
• Veranstaltung:
• Meldende Person:
2. Beteiligte Personen
• Name(n) der Kinder:
• Mitarbeitende:
• Weitere Beteiligte:
3. Beschreibung des Vorfalls
(Sachliche, chronologische Darstellung – keine Interpretation)
4. Gefährdungsstufe
- Grün
- Gelb
- Rot
6. Weitere Schritte
• Eltern informiert
• Projektleitung informiert
• Externe Stelle informiert
7. Nachbearbeitung
• Gespräch geführt am:
• Präventionsmaßnahme:
Unterschrift Workshopleitung:
Unterschrift Projektleitung: